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MY ARTWORK: DRAGONFLY

Veröffentlicht: März 17, 2011 in KUNST, Serie
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ENTROPY

Libelle/Dragonfly

Libellen waren  in der germanischen Mythologie der Göttin Freya oder Frigg zugeordnet und heilig. Diese heidnische Verehrung wurde von den christlichen  Missionaren umgekehrt und die Libelle wurdn zu „Teufelsnadel“, „Teufelsbolzen“ oder „Augenstecher“.

Die damals verbreitete Angst vor Libellen zeigt sich bis heute  in dem  Märchen über die stechenden Libellen. In Luxemburg ist der Name „Siwestécher“ (Siebenstecher) gebräuchlich, der auf den Glauben zurückgeht, dass sieben Libellenstiche einen Menschen töten können.

Meine Installation Dragonfly arbeitet formal die ambivalenten Aspekte der durch den oben genannten Kontext bedingten Wahrnehmung heraus.

Changierend zwischen Figuration und Abstraktion spielen Duktus  und Textur mit der tänzerischen Leichtigkeit der Bewegungen, dem Flirren der zarten Flügel und dem Irisieren der Farben.

Das Verführerische dieser edelsteinähnlichen Insekten hat mich ebenso fasziniert wie das Geheimnisvolle. Vergleichbar der Idee, die im Bild des Schmetterlings das Metamorphotische der Seele erkennt, zeigt sich mir im Bild der Libelle das Geheimnis und das Kryptische eines Selbst, welches sich nur selten zu erkennen weiß.

Suria Kassimi©2008-2011

Heinrich Heines Gedicht „Die Libelle“ möchte ich hier zitieren:

DIE LIBELLE

Es tanzt die schöne Libelle
Wohl auf des Baches Welle;
Sie tanzt daher, sie tanzt dahin,
Die schimmernde, flimmernde Gauklerin.Gar mancher junge Käfertor
Bewundert ihr Kleid von blauem Flor,
Bewundert des Leibchens Emaille
Und auch die schlanke Taille.

Gar mancher junge Käfertor
Sein bißchen Käferverstand verlor;
Die Buhlen sumsen von Lieb und Treu,
Versprechen Holland und Brabant dabei.

Die schöne Libelle lacht und spricht:
»Holland und Brabant brauch ich nicht,
Doch sputet Euch, Ihr Freier,
Und holt mir ein Fünkchen Feuer.

Die Köchin kam in Wochen,
Muß selbst mein Süpplein kochen;
Die Kohlen des Herdes erloschen sind –
Holt mir ein Fünkchen Feuer geschwind.«

Kaum hat die Falsche gesprochen das Wort,
Die Käfer flatterten eilig fort.
Sie suchen Feuer, und lassen bald
Weit hinter sich den Heimatwald.

Sie sehen Kerzenlicht, ich glaube
In einer erleuchteten Gartenlaube;
Und die Verliebten, mit blindem Mut
Stürzen sie sich in die Kerzenglut.

Knisternd verzehrten die Flammen der Kerzen
Die Käfer und ihre liebenden Herzen;
Die einen büßten das Leben ein,
Die andern nur die Flügelein.

O wehe dem Käfer, welchem verbrannt
Die Flügel sind! Im fremden Land
Muß er wie ein Wurm am Boden kriechen,
Mit feuchten Insekten, die häßlich riechen.

Die schlechte Gesellschaft, hört man ihn klagen,
Ist im Exil die schlimmste der Plagen.
Wir müssen verkehren mit einer Schar
Von Ungeziefer, von Wanzen sogar,

Die uns behandeln als Kameraden,
Weil wir im selben Schmutze waten –
Drob klagte schon der Schüler Virgils,
Der Dichter der Hölle und des Exils.

Ich denke mit Gram an die bessere Zeit,
Wo ich mit beflügelter Herrlichkeit
Im Heimatäther gegaukelt,
Auf Sonnenblumen geschaukelt,

Aus Rosenkelchen Nahrung sog
Und vornehm war, und Umgang pflog
Mit Schmetterlingen von adligem Sinn,
Und mit der Zikade, der Künstlerin –

Jetzt sind meine armen Flügel verbrannt;
Ich kann nicht zurück ins Vaterland,
Ich bin ein Wurm, und ich verrecke
Und ich verfaule im fremden Drecke.

O, daß ich nie gesehen hätt
Die Wasserfliege, die blaue Kokett
Mit ihrer feinen Taille –
Die schöne, falsche Kanaille!

Gar mancher junge Käfertor
Bewundert ihr Kleid von blauem Flor,
Bewundert des Leibchens Emaille
Und auch die schlanke Taille.

Gar mancher junge Käfertor
Sein bißchen Käferverstand verlor;
Die Buhlen sumsen von Lieb und Treu,
Versprechen Holland und Brabant dabei.

Die schöne Libelle lacht und spricht:
»Holland und Brabant brauch ich nicht,
Doch sputet Euch, Ihr Freier,
Und holt mir ein Fünkchen Feuer.

Die Köchin kam in Wochen,
Muß selbst mein Süpplein kochen;
Die Kohlen des Herdes erloschen sind –
Holt mir ein Fünkchen Feuer geschwind.«

Kaum hat die Falsche gesprochen das Wort,
Die Käfer flatterten eilig fort.
Sie suchen Feuer, und lassen bald
Weit hinter sich den Heimatwald.

Sie sehen Kerzenlicht, ich glaube
In einer erleuchteten Gartenlaube;
Und die Verliebten, mit blindem Mut
Stürzen sie sich in die Kerzenglut.

Knisternd verzehrten die Flammen der Kerzen
Die Käfer und ihre liebenden Herzen;
Die einen büßten das Leben ein,
Die andern nur die Flügelein.

O wehe dem Käfer, welchem verbrannt
Die Flügel sind! Im fremden Land
Muß er wie ein Wurm am Boden kriechen,
Mit feuchten Insekten, die häßlich riechen.

Die schlechte Gesellschaft, hört man ihn klagen,
Ist im Exil die schlimmste der Plagen.
Wir müssen verkehren mit einer Schar
Von Ungeziefer, von Wanzen sogar,

Die uns behandeln als Kameraden,
Weil wir im selben Schmutze waten –
Drob klagte schon der Schüler Virgils,
Der Dichter der Hölle und des Exils.

Ich denke mit Gram an die bessere Zeit,
Wo ich mit beflügelter Herrlichkeit
Im Heimatäther gegaukelt,
Auf Sonnenblumen geschaukelt,

Aus Rosenkelchen Nahrung sog
Und vornehm war, und Umgang pflog
Mit Schmetterlingen von adligem Sinn,
Und mit der Zikade, der Künstlerin –

Jetzt sind meine armen Flügel verbrannt;
Ich kann nicht zurück ins Vaterland,
Ich bin ein Wurm, und ich verrecke
Und ich verfaule im fremden Drecke.

O, daß ich nie gesehen hätt
Die Wasserfliege, die blaue Kokett
Mit ihrer feinen Taille –
Die schöne, falsche Kanaille!

Die TRIBUTE 2…. Serie (Öl auf Leinwand; 30 x 30cm, 50-teilig) ist den Nordamerikanischen
Indianern und ihrem immer noch währenden Kampf gegen das Verschwinden ihrer Kultur und ihres
Lebensraumes gewidmet.

 

Schein und Realität, die Suche nach Hintersinn und das Eingeständnis der «ständigen Unsicherheit»
des Lebens dominieren die Porträts von Native Americans.
Das Thema der Porträt-Malerei ist zentral in meiner Arbeit. Zunächst in Schwarz-Weiß, und stets
auf der Grundlage von Fotos auch aus Zeitungen und Zeitschriften wage ich den Übergang zur
verhalten farbigen Porträt-Malerei.
Mein Porträts stellen eine Aufforderung an den Betrachter dar, hinter der Oberfläche der
Darstellung die Wirklichkeit von Lebenssituationen zu erkennen.

2010©SURIA KASSIMI


«MALE DAS GESICHT DERGESTALT, DASS LEICHT ZU BEGREIFEN IST, WAS IM GEISTE VORGEHT» (Leonardo Da Vinci)

Jedes Gesicht ist einzigartig und faszinierend. Die Auseinandersetzung mit einem Gesicht ist jedes Mal eine grosse Herausforderung-ein Gesicht ist ein fantastischer Geschichtenerzähler.

Als Portraitist nuanciere ich bestimmte Facetten. Ein Portrait ist nicht ein Abbild, sondern lebt von den Auslassungen und Nuancierungen. Es sind diese Abweichungen zur Realität, die den Reiz eines Portraits ausmachen und eine neue Realität entstehen lassen. An diesen Kanten entspinnt sich ein andauernder Dialog mit dem Betrachter. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn mich das Portrait beginnt anzublicken und  der Dialog einsetzt. Plötzlich entspringt einem einfachen Blatt Papier eine lebendige, unmittelbare Eigenständigkeit. Welchen Weg wird dieser Mensch gehen?

Ausschnitte von Gesichtern zu malen erhöht die Spannung. Die Auswahl des Fokus ist eine Herausforderung. Infolge der mangelnden Informationsdichte lasse ich beispielsweise die Glatze bei Erwachsenen weg zu Gunsten anderer Gesichtspartien, denen gezwungenermassen mehr Aufmerksamkeit zu Teil wird.